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Gute Kohlenhydrate, Schlechte Kohlenhydrate

Gute Kohlenhydrate, schlechte Kohlenhydrate

Ganz oft werde ich nach Kohlenhydraten gefragt – Welche sind gut? Welche sind schlecht? Kann ich mit Kohlenhydraten abnehmen? Hast du dir die Fragen auch schon oft gestellt?

Fakt ist, wir essen alle viel zu viele Kohlenhydrate und meistens auch noch die falschen! Das sind  Weißmehlprodukte, die einen ganz geringen Nährwert und fast keine wertvollen Inhaltsstoffe haben und den Blutzuckerspiegel explodieren lassen. Durch die daraus resultierende Insulinausschüttung werden  Heißhungerattacken ausgelöst. Es gibt aber auch Kohlenhydrate, die uns beim Abnehmen unterstützen können.

Nimm zum Beispiel die Kartoffel. Vielleicht hast du auch schon davon gehört, dass die Kartoffel eigentlich zu den Kohlenhydraten gehört, die den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen. Dadurch wird viel Insulin (Blutzuckerspiegelregulierendes Hormon) ausgeschüttet. Wie stark der Blutzuckerspiegel ansteigt hängt ganz stark von der Verarbeitung der Kartoffel ab.

Der Glykämische Index (GI)

Kurz erklärt ist der glykämische Index ein Wert, der angibt, wie stark ein Lebensmittel den Blutzuckerspiegel beeinflusst. Je höher der Wert ist, desto schneller und höher steigt der Blutzuckerspiegel an. Um eine langanhaltende Sättigung zu erzielen und Heißhungerattacken zu verhindern, kann ich dir raten auf Lebensmittel zurückzugreifen, die einen niedrigen glykämischen Index haben.

Kartoffeln – kalt oder warm?

Jetzt zurück zu der Kartoffel. Je weniger eine Kartoffel verarbeitet ist, desto geringer ist ihr Glykämischer Index, d.h. Pellkartoffel haben einen einen GI von 70. Verarbeitet man die Kartoffeln zu Backkartoffeln oder Kartoffelpüree steigt der GI auf 80. Somit haben verarbeitete Kartoffeln eine schlechtere Wirkung auf den Blutzuckerspiegel und sind damit, wenn man Gewicht verlieren möchte, eher ungeeignet.

Ähnlich verhält es sich mit Nudeln. Kocht man Nudeln al dente, lassen sie den Blutzuckerspiegel etwas weniger ansteigen als weich gekochte Nudeln.

Was kann den glykämischen Index von Kartoffeln und Nudeln noch weiter sinken lassen? Das passiert wenn man aus kalten Kartoffeln Salate oder Bratkartoffeln herstellt oder aus abgekühlten Nudeln Salat. Die Stärke im Getreide oder in de Kartoffeln verändert durch das abkühlen ihre Struktur. Diese Veränderung sorgt für einen langsameren Abbau der Moleküle und damit steigt der Blutzuckerspiegel nicht so stark an.

Wenn ich jetzt schon so euphorisch über Kartoffeln und Kohlenhydrate schreibe, darf eine „Superknolle“ nicht fehlen – die Süßkartoffel. Sie ist botanisch gar keine Kartoffel, bringt aber neben einem niedrigen GI (54) viele Vitamine (A,C, B6) und Mineralstoffe (Kalzium, Eisen, Magnesium, Natrium und Kalium) mit. Mit diesen Inhaltsstoffen wirken sie nicht nur positiv auf das Immunsystem, sondern sind auch mit ihren Ballaststoffen wichtig für die Verdauung.

In diesem Sinne

Wake up and be awesome :o)

Franzi

(Quelle: Akademie für gesundes Leben)

Wie du siehst sind Kohlenhydrate nicht gleich Kohlenhydrate. Was hast du für Tipps rund um Kartoffeln & Co., die hier noch fehlen? Ich freu mich über deine Anregungen.

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