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Simple Detox – das Geheimnis liegt im Darm

Simple Detox – das Geheimnis liegt im Darm

641 Millionen Menschen weltweit leiden haben einen BMI über 30 und gelten damit als adipös. Adipositas ist eine Krankheit, die die Lebensqualität beeinträchtigt und der Gesundheit stark schadet.

Warum beginne ich meinen heutigen Blogartikel genau mit dieser Aussage? Weil ein Schlüsselelement des Übergewichts unser Darm ist. Vor geraumer Zeit, habe ich das Buch Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ gelesen habe, fand ich so interessant, dass ich mich näher damit befasst habe. Unser Darm vollbringt jeden Tag unglaubliche Dinge und ein großer Teil unseres Immunsystems sitzt. Der Darm besitzt viele kleine Darmzotten, die dazu dienen die einzelnen Nahrungsbestandteile aufzunehmen und in unseren Stoffwechsel einzuschleusen. Komplett ausgebreitet und glattgestrichen hat der Darm eine Größe von 400-500 Quadratmetern. Außerdem sitzen in unserem Darm 70% unseres Immunsystems und über 100 Millionen Nervenzellen, die das so genannte Darmhirn bilden. Unser Darm ist ein wahres Meisterwerk der Natur und wird von uns Menschen so stiefmütterlich behandelt. Da ist es nicht verwunderlich, dass viele Krankheiten ihre Ursache in einem gestörten Darm haben. Er ist ein sehr sensibles Organ, welches über Stress und ungesunde Ernährung „not amused“ ist. Auch beim Abnehmen spielt unser Darm eine Schlüsselrolle. Die Wissenschaft hat mittlerweile herausgefunden, dass sich die Zusammensetzung der Darmflora von übergewichtigen und normalgewichtigen Menschen unterscheidet und damit auch das Abnehmen beeinflusst.

In den Medien weltweit ist das Thema Detox und Fasten zur Darmreinigung und -sanierung gerade in aller Munde und da ich für mich einfach mal wissen wollte, was an der Sache dran ist und wie sich das Ganze anfühlt und was mein Darm dazu sagt.

Simple Detox – 7 Tage entgiften

Ich habe mich an dem Buch Simple Detox: Das 7-Tage-Entgiftungsprogramm orientiert und danach mein Entgiftungsprogramm gestartet. Das hieß für mich 7 Tage ausschließlich nur Gemüse, grüne Smoothies und gaaaaanz viel Tee und Wasser. Kaffee, Alkohol und tierische Produkte (außer ein paar Löffel Joghurt für die Darmflora) sind tabu, wobei ich damit (wer mich kennt ;o) ) keine großen Probleme hatte. Mir war es wichtig ein Programm zu starten, bei dem man essen kann, weil ich das Saft- oder Wasserfasten kreislauf- und willenskraftmäßig nicht geschafft hätte. Bei diesem Programm kann man essen bis man satt ist. Also, perfekt für mich, gerade im Berufsalltag. Ich habe mir dafür eine Woche ohne Termine ausgesucht, da das Entspannen bei diesem Programm auch eine große Rolle spielt.

Vorbereitungstag

Los ging es mit einem Entlastungstag, an dem ich nur leichte Sachen gegessen habe um mein Verdauungssystem auf diese Entlastungswoche vorzubereiten. Am Abend gab es dann zur Darmentleerung das F.X. Passage SL Pulver, 200 g. Schmeckt nicht wirklich, aber hilft schnell und effektiv

1.Tag

Laut dem Buch hätte ich mit Atem- und Brummübungen starten sollen, was ich ich mal galant außen vor gelassen habe. Ich bin direkt mit einem Glas Wasser in den Tag gestartet und hab anschließend das sogenannte Ölziehen (1 EL Sonnenblumenöl 15 min im Mund durch die Zähne ziehen) gemacht. Danach gab es Wasser mit Apfelessig (sehr gewöhnungsbedürftig) und  Vita Natura Flohsamenschalen indisch 250 g, die die Giftstoffe im Darm binden und abtransportieren sollen. Zum bessern Abtransport gab es noch Panaceo BASIC DETOX Pulver 400g. Das soll wohl besser sein als Heilerde, die in dem Buch angegeben wird. Über den Tag verteilt gab es dann Gemüsesuppe und grüne Smoothies. Hunger hatte ich an dem Tag gar nicht und auch so ging es mir echt gut. Zur Entgiftung der Leber gab es dann noch BITTER ELIXIER, 180 ml (sehr gewöhnungsbedürftig).

2.-3.Tag

Die zwei Tage waren Analog zum ersten Tag. Die Leberwickel, die im Buch angegeben wurden habe ich zeitlich nicht so ganz auf die Reihe gebracht. Am 2. Tag hatte ich echt Kopfschmerzen, hab ich mich super schwach gefühlt und war so müde, dass ich zu tun hatte den Tag zu überstehen. Und mein Verlangen nach Brot war ziemlich groß :o) … aber ich hab es durchgezogen.

4.-7. Tag

Suppe konnte ich gegen End fast nicht mehr sehen, so dass ich auf Gemüse umgestiegen bin. Was richtig gut geklappt hat waren der Sport und das Entspannungsprogramm. Die Kraftlosigkeit der ersten Tage war komplett verschwunden und ich war auch überhaupt nicht mehr müde. Ich hab mich echt gut gefühlt. Mich hat es nicht mal gestört, dass meine Kollegen in den Pausen ihre Süßigkeiten gegessen haben … das hätte ich ja nie gedacht :o).

Fazit

In den ersten Tagen hatte ich echt Bammel ob ich das durchhalten kann, weil ich mich so schlapp gefühlt habe. Im Nachgang kann ich sagen, dass es mir super gut getan hat. Mein Lieblingseis, was ich vorher als nicht süß empfunden habe, war nach der Woche extrem süß. Ich habe weiterhin gar kein Verlangen nach Schokolade oder anderen Süßigkeiten. Das erste Käsebrot, was ich nach der Woche gegessen habe war super lecker und es war schön mal was zu essen, was nicht nur aus Gemüse bestand :o). Außerdem habe ich 2 kg Gewicht in der Woche verloren, obwohl ich mich jeden Tag vollgefuttert habe. Insgesamt finde ich so eine Entgiftungswoche super um das gesamte Verdauungssystem einmal zu entlasten und eine Wellnessbehandlung zukommen zu lassen. Wer abnehmen möchte kann mit so einer Woche super in ein Abnehmprogramm starten, weil durch diese Entgiftung auch die Darmflora beeinflusst wird, die beim Abnehmen eine große Rolle spielt. Auch wer nicht abnehmen aber seine Ernährung umstellen möchte kann mit so einer Kur perfekt loslegen und seinen Körper auf die Umstellung einstellen.

Insgesamt ist es schon ein wenig anstrengen sich jeden Tag die Suppen zu kochen und diese ganzen Rituale einzuhalten, die in dem Buch beschrieben werden. Ich habe aber eben auch nicht alle umgesetzt. Ich werde  diese Entgiftung auf alle Fälle wieder machen und kann es jedem nur empfehlen.

In diesem Sinne wünsche ich dir einen guten Start in die neue Wochen

Wake up and be awesome
Franzi

Hast du auch schon eine Fasten- oder Detoxwoche gemacht oder hast Fragen zu meinem Programm? Dann schreib dir doch deine Erfahrungen und Fragen in die Kommentare. Ich bin gespannt, was du zu erzählen hast.

6 Tipps für den Start in ein sportliches Leben

6 Tipps für den Start in ein sportliches Leben

Mit Sport zu beginnen ist so eine Sache. Wenn der Entschluss etwas zu tun gefallen und der innere Schweigend fürs erste ruhig gestellt ist, beginnt die Suche nach dem heiligen Gral …. welcher Sport ist der richtige.

In erster Linie solltest du Spaß haben mit dem was du tust. Denn nur wenn der Spaßfaktor gegeben ist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du auch dabei bleibst. Wenn du nun auf der Suche bist und nicht so richtig weißt was für dich passen könnte, gebe ich dir einpaar Entscheidungshilfen mit auf den Weg:

1. Sport in einer Gruppe

Bist du gerade in eine neue Gegend gezogen oer hast die letzten Jahre sportlich nicht viel unternommen, dann hat Bewegung in einer Gruppe viele Vorteile. Du kommst mit anderen in Kontakt und oft entwickeln sich daraus auch gute Bekanntschaften/ Freundschaften, weil durch den Sport eine gemeinsame Basis, auf der man aufbauen kann, vorhanden ist. Außerdem hast du in einer Gruppe den Vorteil, dass alle im selben Boot sitzen und ihr euch gegenseitig motivieren könnt. Denn denen, die auch gerade erst damit anfangen haben, fällt es genau so schwer wie dir. Kommst du in eine Gruppe, in der unterschiedliche Leistungsklassen gemeinsam trainieren, kannst du von den Erfahrungen und dem Können der anderen profitieren. Ein weiterer Vorteil der sich mit einer Gruppe ergibt, ist eine gewisse Verbindlichkeit. Denn wenn du dich gut mit den andere verstehst und die anderen zum Training gehen, dann willst du bestimmt auch gern mit anstatt auf der Couch sitzen zu bleiben. Oder möchtest du mit einem schlechten Gewissen zu Hause bleiben, während die anderen etwas für sich und ihren Körper tun? 🙂

2. Einzelkämpfer

Hast du einen Job, in dem du stark gefordert bist, viel mit Kollegen interagieren musst oder auch Kundenkontakte hast, dann kann eine Einzelsportart für dich das Richtige sein. Sportarten wie Laufen, Walken, Radfahren oder Schwimmen sind perfekt um den Kopf frei zu bekommen, um den Alltagsstress zu vergessen und um auf andere Gedanken zu kommen. Diese Sportarten machen den Kopf frei und schaffen Möglichkeiten klar zu denken und den Knoten im Kopf zu lösen. Sie eignen sich auch perfekt als Ausklang am Abend, in der Mittagspause oder zum Start in den Tag als Muntermacher. Man muss mit niemandem reden und kann als Morgenmuffel perfekt beim Laufen vor sich hinmuffelnd und ist wach, wenn man zu Hause ankommt. Außerdem startet man voller Energie und mit einem guten Gewissen in den Tag, weil man sein „Sport-Soll“ für diesen Tag schon erfüllt hat. Was das Einzelkämpferdasein voraussetzt ist Disziplin. Denn hier ist niemand, der dich motivierend mitziehen kann und da ist die Versuchung groß das Training auf morgen, nächste Woche, nächstes Jahr oder auf nie zu verschieben.

3. Fitnessstudio

Die Fitnessbranche boomt und die Studios sprießen wie Pilze aus der Erde. Warum solltest du dann nicht den Gang in ein Fitnessstudio wagen? Vorteile habe solche Studios viele. Du bist flexibel und kannst zwischen Kursen und Einzelkrafttraining wählen. Meist gibt es auch noch zahlreiche Wellnessangebote wie Massagen oder Sauna. Grundsätzlich ist das eine gute Sache. Du bekommst im Idealfall von einem Trainer einen Trainingsplan, den du fleißig abtrainieren kannst und hast ein breit gefächertes Kursangebot, was für jede Stimmungslage das Richtige anbietet. Die meisten Studios haben meist 7 Tage die Woche geöffnet, so dass du jeder Zeit zum Zug kommst. Die Nachteile liegen hier aber auch auf der Hand. Die Flexibilität eröffnet dir auch schnell die Möglichkeit der „Verschieberitis“ zu verfallen und am Ende als zahlendes Passivmitglied zu enden. Außerdem haben große Studios den Nachteil, dass sie eher anonym sind und du auch keine richtige Trainingskontrolle hast. Kleine familiärere Studios haben den Vorteil, dass man auch hier schnell Kontakte knüpfen kann, weil es einfach überschaubarer ist. Der, wie ich finde, größte Nachteil liegt in der Vertragslaufzeit. Wenn du dich nicht 24 Monate an ein Studio binden möchtest, sind die Monatsbeiträge relativ hoch (je nach Studio). Bevor du dich deshalb für ein Studio entscheidest, frag nach Probetrainingseinheiten oder sogar einem Probemonat, damit du nicht die Katze im Sack kaufst.

3. Sportverein

Eine sehr kostengünstige Variante ist die Mitgliedschaft in einem Sportverein. Je nach Sportart und Ambition kannst du das Training zwischen 1 – 5 mal pro Woche durchgeführen. Hier ergeben sich wahnsinnig schell Kontakte und durch die festen Trainingszeiten steigt wieder die Wahrscheinlichkeit diese auch einzuhalten. Allerdings kann es dir passieren (je nach Leitungsstand), dass in solchen Gruppen das Leistungsgefüge der Sportler sehr unterschiedlich ist. Den Spagat, die Anfänger nicht zu über- und die Fortgeschrittenen nicht zu unterfordern, schafft nicht jeder Übungsleiter. Am besten fragst du bei dem Sportverein deiner Wahl nach einem Probetraining, wo du dir einen Eindruck verschaffen kannst, bevor du eine Mitgliedschaft abschließt.

4. Volkshochschule/ Krankenkassen

Volkshochschulen bieten mittlerweile auch ein breit gefächertes Sportprogramm von Yoga bis Bauch, Beine, Po an. Diese Kurse eigen sich aufgrund der Vielfalt perfekt für die Findungsphase. Hier kannst du in dem bunten Programm schauen was dir liegt und Spaß macht. Meist gehen diese Kurse über ein halbes Jahr und sind von den Kosten her relativ günstig. Aus therapeutischer Sicht ist es schade, dass die Kurstermine meist nur einmal pro Woche stattfinden, was für einen Trainingseffekt einfach zu wenig ist. Die Alternative wäre hier, einfache zwei verschiedene Kurse zu belegen, damit ist auch die Trainingsabwechslung gegeben, die der Köper braucht.

Auch Krankenkassen unterstützen ihre Versicherten mit zahlreichen Kursen. Meist gehen die Kurse über 10 Wochen und werden oft in Physiotherapie-/und Ergotherapiepraxen durchgeführt. Leider ist das Leistungsgefälle in diesen Gruppen meist sehr groß, so dass es sein kann, dass sich der eine unter- und der andere überfordert fühlt. Um langfristig etwas ab seinem Körper zu verändern, reichen die 10 Kurswochen meist nicht aus.

5. Sport in einem Studio/ Halle

Wenn du eher zu den Schönwettersportlern gehörst, sind Indoorsportarten für dich geeignet. Sie sind absolut wetter-, jahreszeiten- und tageszeitunabhänig. Egal ob es regnet, schneit oder die Sonne auf den Planeten brezelt, trainieren kannst du immer. Der große Nachteil ist allerdings, dass die Zeit, die du vielleicht draußen im freien nach deiner Arbeit/ Studium verbringen könntest, durch ein Training drinnen noch mehr verkürzt wird.

6. Sport im Freien

Sport in Freien kann etwas Wunderschönes sein. Nach einem langen Arbeitstag kannst du die Laufschuhe schnüren und durch den Wald oder das Feld laufen. Frische Luft, Sonne, Vitamin D und gute Laune, was gibt es Besseres. Der Nachteil hier ist die Wetterabhängigkeit. Nicht jeder fühlt sich wohl bei Regen oder im Dunkeln durch die Gegend zu stolpern. Da muss die Motivation schon sehr hoch sein. Trotzdem unterstützten Outdoorsportarten bei Wind und Wetter dein Immunsystem und du wirst widerstandsfähiger gegenüber Erkältungskrankheiten.

Jetzt bist du dran zu überlegen, was für dich am besten zutrifft, wenn du deine Sportart noch nicht gefunden hast. Probier alles aus, die Möglichkeit sind so vielfältig, dass du das Richtige finden wirst.  Ich wünsche dir viel Spaß dabei und bin gespannt, wofür du dich entscheidest.

In diesem Sinne
Wake up and be awesome
Franzi

Hast du noch weitere Vorschläge und Tipps, die helfen können die perfekte Sportart zu finden? Oder hast du für dich schon den richtigen Sport gefunden? Dann schreib mir, wie du dazu gekommen bist.

 

 

 

Warum nehmen wir zu?

Warum nehmen wir zu?

Seit mehreren Jahren beschäftige ich mich mit den Themen Ernährung und Bewegung. Dabei stoße ich oft auf unglaubliche Geschichten und Fotos von Menschen, die ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt, abgenommen und dadurch ein komplett neues Körper- und Lebensgefühl gewonnen haben. Immer wieder frage ich mich wie es passiert, dass man so viel Gewicht zunimmt. Wenn wir das Licht der Welt erblicken sind wir, bis auf vielleicht ein paar Ausnahmen, normalgewichtig. Im Kindes- und Jugendalter übernehmen wir viele Verhaltensweisen, so auch das Essverhalten, aus unserem sozialen Umfeld. Gut, da liegt bei vielen auch schon der Hase im Pfeffer, wenn man sich die Einkaufskörbe der Leute im Supermarkt anschaut. Einige  nehmen aber auch erst zu, wenn sie in die Pubertät kommen oder wenn sie erwachsen sind. Wie kommt das? Und der zweite Punkt, der mich immer wieder beschäftigt, gerade bei stark übergewichtigen Menschen – wie kann es zu einer so übermäßigen Gewichtszunahme kommen, ohne vorher die Handbremse zu ziehen? Man nimmt ja nicht über Nacht 20 – 30 kg zu. Dass Bewegungsmangel in allen Lebensphasen eine große Rolle spielt, ist selbsterklärend. Aber welche Gründe können noch verantwortlich dafür sein (krankheitsbedingtes Übergewicht bleicht hierbei unbeachtet).

Mit diesen Fragen habe ich mich auseinandergesetzt und habe mich, auf die Suche nach Antworten, an den verschiedenen Lebensphasen orientiert  🙂

1. Kindheit

Mutter Natur hat uns ein natürliches Sättigungs- und Hungergefühl geschenkt. Bei Babys kann man das sehr gut beobachten. Wenn sie Hunger haben schreien sie und wenn sie satt sind hören sie auf zu Trinken oder zu Essen. Im Laufe der Entwicklung lernen Kinder schnell, dass Essen auch an verschiedene Emotionen gekoppelt sein kann. Wenn Kinder traurig sind, bekommen sie ein Stück Schokolade als „Trostpflaster“ und schon sieht die Welt besser aus. Später kommt dann das Essen aus Langeweile hinzu. Glaubenssätze wie: „Du darfst erst aufstehen, wenn der Teller leer ist!“ kennen auch viele. Wenn Mahlzeiten nicht geregelt und/ oder bewusst eingenommen werden, kann dies schon im Kindesalter zu einer Gewichtszunahme führen. Essen vor dem Fernseher ist auch so eine Sache. Es geschieht meist unbewusst und es wird viel mehr gegessen als notwendig ist. Es gibt einen weiteren Punkt, der dazu kommt wenn vor dem Fernseher gegessen wird. Wir lernen ja alle sehr schnell :o)! Jeder kennt den Pawlow´schen Hund mit der Glocke und dem Futter? Wenn immer vor dem Fernseher gegessen wird, assoziieren wir bald Fernsehen mit Essen. Deshalb tritt automatisch oft ein Appetit auf, wenn der Fernseher läuft (auch ohne Hunger).

2. Pubertät

Das Jugendalter ist eine, wie allseits bekannt, ganz schwierige Phase. Die Hormone sprudeln aus allen Löchern, die Stimmung fährt Achterbahn und mit den äußerlichen Veränderungen kommt auch nicht jeder Jugendliche so gut klar. Gerade jetzt steigt die Anfälligkeit für Frust- und Lageweileessen, weil das Essen zu Seelenverwandten wird. getreu nach dem Motto: „Schokolade löst keine Probleme aber Schokolade versteht“. Damit werden der erste Liebeskummer, die blöden Zicken in der Schule, die Pickel im Gesicht, die 5 in Mathe oder der Streit mit den Eltern erträglicher. Wenn Jugendliche in dieser Phase dann auch noch in die Null-Bock-auf-Bewegung-Stimmung verfallen, haben die Kalorien, die die Nähte zum Spannen bringen, leichtes Spiel.

3. Ausbildung/ Studium und Arbeit

Wer denkt, nach der Pubertät wird alles besser, den muss ich jetzt leider enttäuschen. Stress in der Ausbildung, eine vermasselte Prüfung im Studium oder ein Projekt was dingend fertig werden muss… gerade wenn es gar nicht rund läuft, kann ein kleines Häppchen zwischendurch oder ein großes Fressgelage für Entspannung sorgen. Anfällig dafür sind Menschen, die viel Stress haben oder in Führungspositionen unterwegs sind. Sie müssen den ganzen Tag funktionieren und haben die Möglichkeit sich beim Essen einfach mal gehen zu lassen. Da fragt keiner beim Geschäftsessen nach und man muss keinem Druck standhalten. Man kann sich einfach fallen lassen. Das Essen erfüllt in solchen Momenten nicht mehr die Funktion den Hunger zu stillen, sondern fungiert als Seelentröster. Außendienstmitarbeiter und LKW-Fahrer, die versuchen sich mit dem „nährstoffreichen“ Raststättenmenü, „gesundem“ Fastfood oder der stundenlang im Wasser geschwommenen Bockwurst von der Tanke etwas Gutes zu tun, sind für das schnell wachsende Bäuchlein ebenso prädestiniert. Auch Ärger mit dem Chef oder den Kollegen lässt häufiger die Schreibtischschublade mit der „Notfallschokolade“ aufgehen, welche die überschüssigen Kilos auf der Waage erklären kann.

3. Schwangerschaft

Ein ganz klassischer Fall sind auch Schwangerschaften. Ich habe Frauen erlebt, die immer mit ihren Kilos gekämpft haben um ihr Gewicht zu halten, dann kam die Schwangerschaft und damit der Freifahrschein zum Essen, denn Zunehmen in der Schwangerschaft ist ja nicht schlimm. Im Gegenteil .. man darf essen was man möchte und darf sich nicht mehr so bewegen … das ist gefährlich.

4. Mutterglück

Mütter, gerade in den ersten Lebensjahren der kleinen Würmchen, haben berichtet, dass ihnen zum Essen eigentlich gar keine Zeit bleibt. Meist ist von der Schwangerschaft sowieso noch etwas Hüftgold vorhanden und die Zeit, sich damit zu beschäftigen, ist einfach zu knapp bemessen. Die Familie steht über allem und viele fühlen sich wie ein Hamster im Laufrad, der einfach funktioniert um die Lieben glücklich zu sehen. Sie versuchen den Spagat zwischen Baby, Haushalt und dem Rest der Familie auf die Reihe zubekommen und vergessen dabei eine ganz wichtige Person … sich selbst. Da wird das Essen zwischen Tür und Angel in den Mund geschoben, die Reste der Kleinen noch zusätzlich gegessen oder das Essen ganz vergessen. Dass dieses Verhalten nicht ohne Folgen bleibt ist klar.

5. Wechseljahre/ Midlife Crises

Genau wie in der Pubertät bergen auch die Wechseljahre ihre Risiken. Der Hormonhaushalt wird durcheinandergewürfelt, der Energiebedarf sinkt und die Kinder sind meist aus dem Haus und man muss sich selbst und in der Partnerschaft neu finden. Gar nicht so leicht! Denn gerade, wenn man seinen Lebensmittelpunkt in der Familie und die Erziehung der Kinder gesucht und nichts für sich getan hat, fallen manche in ein Loch. Dessen Rand ist meist recht hoch und mühsam zu erklimmen. Gerade jetzt birgt das falsche Essen wieder Gefahren, die einem vor den Wechseljahren noch gar nichts ausgemacht haben. Erstaunlicher Weise ist es bei Männern, gerade in dieser Zeit, eher umgedreht. Sie wollen sich nicht mit dem Älterwerden abfinden und fangen an zu laufen, Rad zu fahren oder machen anderen Sportarten um möglichst lang ihre Attraktivität zu erhalten. Das wär doch auch für uns Frauen ein gutes Vorbild :o).

Jede Lebensphase birgt gewisse Stolperfallen, in der das Essen zum Seelenverwandten werden kann … es gibt noch ganz viele Phasen, die ich aufzählen könnte. Sind dann erst einmal 5- 10 kg dazu gekommen denkt man sich … ach … dann esse ich ab nächste Woche mal weniger und dann passt es wieder …. nach einem Jahr sind nochmal 5 kg dazu gekommen und … schwups … kommt der Punkt, wo du dich selbst nicht mehr leiden kannst, unglücklich wirst und denkst, jetzt ist es auch egal und so schlecht gehts mir ja auch gar nicht. Oder?

Wie du den Schlüssel dein Gewicht langfristig zu reduzieren finden und aus der Tretmühle aussteigen kannst, erfährst du in einem meiner nächsten Beiträge

In diesem Sinne
Wake up and be awesome
Franzi

Geht es dir so, dass du mit deinem Gewicht schon immer unzufrieden bist oder zugenommen hast? Oder hast du erfolgreich abgenommen und möchtest mit deinem Weg anderen Mut machen? Dann schrieb deine Geschichte in die Kommentare. Ich freue mich sie zu lesen.

7 Motivationstipps für ein aktiveres Leben

7 Motivationstipps für ein aktiveres Leben

Kennst du das Gefühl in deinem Alltagstrott einfach alles ändern zu wollen? Das Leben umkrempeln, endlich die Träume leben, aktiver werden, ausbrechen, den Restknopf zu drücken und nochmal von vorn anfangen? Ich kenne dieses Gefühl sehr gut und es bringt mich jeden Tag ein Stück weiter meine Träume zu verwirklichen … wenn da nicht ein gewisser Klotz am Bein, der innere Schweinehund, wäre. Das Zauberwort diesen Schweinehund zu besiegen heißt … Motivation … ein einfaches Wort mit großer Wirkung. Mit Motivation kannst du dein Leben jeden Tag ändern, umkrempeln, ordnen, in andere Bahnen lenken und neu anfangen. Ich verrate dir wie du dich mit sieben Tricks motivieren kannst deine Ziele zu erreichen.

  1. Tipp – Die einzige Grenze bist du

    Wenn du dir ein Ziel setzt, daran glaubst und du es dir jeder Zeit wieder vor Augen hältst, kannst du es auch erreichen! Wenn du überzeugt davon bist, dass du dein Ziel erreichen kannst, dann schaffst du das auch. Wenn dir jemand sagt, dass du das nicht schaffst, hör nicht hin. So lange du an dich glaubst, wirst du es auch schaffen.

  2. Tipp – der Weg ist das Ziel

    Hast du ein Ziel erreicht, läuft das körpereigene Belohnungssystem auf Hochtouren. Um dieses System möglichst oft zu füttern, ist es leichter sich viele kleine Teilziele zu setzen als nur das große Endziel. Kleine Ziele erleichtern die Arbeit ungemein, weil sie eben schneller erreichbar sind und du dich nicht über lange Durststrecken ohne Erfolge schleppen musst. Setz dir die Ziele so, dass du mit dem Ziel beginnst, was am leichtesten zu erreichen ist. Dort angekommen, setzt du dir das nächste. Schritt für Schritt kommst du deinem Endziel ein Stück näher. Wichtig ist nur den ersten Schritt zu gehen.

  3. Tipp – halte dir dein Ziel vor Augen

    Wie sieht dein Ziel aus? Ist es eine Hose in die du mal gepasst hast? Ist es ein Marathon den du laufen möchtest? Egal welches Ziel es ist, es macht Sinn dieses Ziel zu visualisieren. Entweder du nimmst dir ein Motivationsbild z.B. von dem tollen Urlaub, in dem du 5 kg weniger gewogen hast und hängst dir das an den Spiegel. Oder du hängst dir die Hose, die dir vor einen Jahr noch gepasst hat an den Schrank, dass du sie immer wieder siehst und sie dich an dein großes Ziel erinnern kann. Oder du versetzt dich in das Gefühl, das du beim Zieleinlauf deines Marathons haben wirst. Stell dir vor, wie sich das anfühlen könnte und welche Stimmung am Ziel wäre. Wenn du abnehmen möchtest, stell dir vor wie deine Familie oder Freunde reagieren würden, wenn sie dich mit deiner Wunschfigur sehen, welche Anerkennung und Komplimente du bekommst. Wie es sich anfühlt sich in seinem Körper wohlfühlen und wie dadurch dein Selbstbewusstsein steigt. Für dieses Ziel lohnt es sich doch schon weiterzumachen.

  4. Tipp – Hör auf dich zu vergleichen

    Ehrgeiz ist gute, Neid eine schlechte Antriebsfeder um Ziele zu erreichen. Hör also auf dich mit den schlanken Topmodels im Fitnessstudio zu vergleichen. Das frustriert! Konzentriere dich auf deine Person und vergleiche dich höchstens mit den Menschen, die immer noch auf dem Sofa sitzen und noch keine Minute Sport gemacht haben und je mehr du an dir arbeitest und deinen Weg weitergehst, wirst du immer mehr Couchpotatos hinter dir lassen. Wenn das keine Motivation ist.

  5. Tipp – Belohne dich für deine Erfolge

    Wenn du dir deine Ziele steckst, überlege dir wie du dich für das Erreichen belohnen kannst. Vielleicht ist es ein netter Kinoabend oder ein neues Buch was du dir kaufst. Damit programmierst du Gehirn auf Erfolgskurs und die Motivation steigt immer wieder ein neues Ziel zu erreichen, weil dort eine Belohnung auf dich wartet.

  6. Tipp – ändere auch mal die Richtung

    Gerade wenn es um die Motivation im Sport geht, macht es durchaus Sinn, wenn du dich immer mal auf neue Wege begibst. Ändere beim Joggen einfach mal die Richtung oder probiere neue Wege aus. Such dir im Fitnessstudio mal einen anderen Kurs aus oder lass dir einen neuen Trainingsplan für die Geräte geben. Abwechslung macht Spaß und bringt wieder neue Spannung auf dem Weg zum Ziel. Wenn es um das Thema Ernährung geht, schau nach neuen Rezepten die du ausprobieren kannst, experimentiere ein wenig. Probiere aus was dir Freude macht. So bleibst du am Ball und es wird immer leichter die nächsten Ziele ins Auge zu fassen. Du bist mit Spaß bei der Sache bist und es wird nicht langweilig. Langeweile lähmt!

  7. Tipp – Erfolg ist eine Frage der Haltung

    Aus vielen Studien weiß man, dass die äußere Haltung die innere Stimmung beeinflussen kann. Aufrechte Haltung und raumgreifende Bewegungen sorgen dafür, dass du dich aktiver und selbstbewusster fühlst. Motivation entsteht nicht im Sitzen oder Liegen. Auch ein Lächeln im Gesicht hebt die Stimmung. Selbst wenn es dir nicht gut geht, zieh die Mundwinkel nach oben und lächle. Dein Hirn setzt die hochgezogenen Mundwinkel mit guter Laune gleich und schon schaltet es auf positive Stimmung um. So kannst du dich selbst aus einer emotionalen Schieflage befreien.

Mit diesen 7 Tipps hast du einen roten Faden um deine Motivation zu finden und zu behalten. Wenn ich beim Laufen das Gefühl nix geht mehr, dann schalte ich diesen Song ein und auf einmal geht mindestens noch ein Kilometer :o)

In diesem Sinne

Wake up an be awesome :o)

Franzi

Hast du weitere Motivationstipps, die dir geholfen haben deine Ziele zu erreichen? Dann schreib sie in die Kommentare. Ich bin gespannt, womit du dich motivierst.

Gute Kohlenhydrate, schlechte Kohlenhydrate

Gute Kohlenhydrate, schlechte Kohlenhydrate

Ganz oft werde ich nach Kohlenhydraten gefragt – Welche sind gut? Welche sind schlecht? Kann ich mit Kohlenhydraten abnehmen? Hast du dir die Fragen auch schon oft gestellt?

Fakt ist, wir essen alle viel zu viele Kohlenhydrate und meistens auch noch die falschen! Das sind  Weißmehlprodukte, die einen ganz geringen Nährwert und fast keine wertvollen Inhaltsstoffe haben und den Blutzuckerspiegel explodieren lassen. Durch die daraus resultierende Insulinausschüttung werden  Heißhungerattacken ausgelöst. Es gibt aber auch Kohlenhydrate, die uns beim Abnehmen unterstützen können.

Nimm zum Beispiel die Kartoffel. Vielleicht hast du auch schon davon gehört, dass die Kartoffel eigentlich zu den Kohlenhydraten gehört, die den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen. Dadurch wird viel Insulin (Blutzuckerspiegelregulierendes Hormon) ausgeschüttet. Wie stark der Blutzuckerspiegel ansteigt hängt ganz stark von der Verarbeitung der Kartoffel ab.

Der Glykämische Index (GI)

Kurz erklärt ist der glykämische Index ein Wert, der angibt, wie stark ein Lebensmittel den Blutzuckerspiegel beeinflusst. Je höher der Wert ist, desto schneller und höher steigt der Blutzuckerspiegel an. Um eine langanhaltende Sättigung zu erzielen und Heißhungerattacken zu verhindern, kann ich dir raten auf Lebensmittel zurückzugreifen, die einen niedrigen glykämischen Index haben.

Kartoffeln – kalt oder warm?

Jetzt zurück zu der Kartoffel. Je weniger eine Kartoffel verarbeitet ist, desto geringer ist ihr Glykämischer Index, d.h. Pellkartoffel haben einen einen GI von 70. Verarbeitet man die Kartoffeln zu Backkartoffeln oder Kartoffelpüree steigt der GI auf 80. Somit haben verarbeitete Kartoffeln eine schlechtere Wirkung auf den Blutzuckerspiegel und sind damit, wenn man Gewicht verlieren möchte, eher ungeeignet.

Ähnlich verhält es sich mit Nudeln. Kocht man Nudeln al dente, lassen sie den Blutzuckerspiegel etwas weniger ansteigen als weich gekochte Nudeln.

Was kann den glykämischen Index von Kartoffeln und Nudeln noch weiter sinken lassen? Das passiert wenn man aus kalten Kartoffeln Salate oder Bratkartoffeln herstellt oder aus abgekühlten Nudeln Salat. Die Stärke im Getreide oder in de Kartoffeln verändert durch das abkühlen ihre Struktur. Diese Veränderung sorgt für einen langsameren Abbau der Moleküle und damit steigt der Blutzuckerspiegel nicht so stark an.

Wenn ich jetzt schon so euphorisch über Kartoffeln und Kohlenhydrate schreibe, darf eine „Superknolle“ nicht fehlen – die Süßkartoffel. Sie ist botanisch gar keine Kartoffel, bringt aber neben einem niedrigen GI (54) viele Vitamine (A,C, B6) und Mineralstoffe (Kalzium, Eisen, Magnesium, Natrium und Kalium) mit. Mit diesen Inhaltsstoffen wirken sie nicht nur positiv auf das Immunsystem, sondern sind auch mit ihren Ballaststoffen wichtig für die Verdauung.

In diesem Sinne

Wake up and be awesome :o)

Franzi

(Quelle: Akademie für gesundes Leben)

Wie du siehst sind Kohlenhydrate nicht gleich Kohlenhydrate. Was hast du für Tipps rund um Kartoffeln & Co., die hier noch fehlen? Ich freu mich über deine Anregungen.

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